Gefahr durch Borkenkäfer

Bad Gottleuba-Berggießhübel, den 01.08.2017

Die  letzten Wochen  boten für die Borkenkäferarten Buchdrucker und Kupferstecher ideale Bedingungen für ihre Entwicklung. Zunehmend werden in den Wäldern, aber auch in den Gemeinden, Absterbeerscheinungen an Fichten, Blaufichten und Omorikafichten sichtbar.

Trotz der Niederschläge in den letzten Tagen sind die Bäume weiterhin geschwächt und können sich kaum gegen einen Neubefall durch die ausfliegenden Jungkäfer wehren.

Zur Reduzierung des Infektionspotentials werden die Waldbesitzer aufgefordert, ihre Waldbestände auf Borkenkäferbefall zu kontrollieren und diesen zu entseuchen. Dazu ist der erkannte Stehendbefall umgehend aufzuarbeiten, zu entrinden oder mindestens 500 m weit von gefährdeten Beständen zu lagern.

Eine Behandlung mit Insektiziden sollte vermieden werden, ist aber statthaft.

Erkennungsmerkmale bei Borkenkäferbefall:

  • Kleinere Rindenabsprünge, abfallende Rindenteile auch großflächig (trotz grüner Krone)
  • Trockene und rot gefärbte Fichtenkronen, bei Blaufichte fahlgelb
  • Grüne Nadelteppiche unter befallenen und geschädigten Fichten
  • Harzen der Fichten beim Einbohren der Käfer als Abwehrverhalten.

Die Waldflächen sind jetzt bis Mitte September mindestens einmal wöchentlich zu kontrollieren. Bereits entseuchte Befallsherde oder alte Befallsnester sind verstärkten Kontrollen zu unterziehen.

Diese Empfehlung gilt auch für Gartenbesitzer.

Für eine fachliche Beratung stehen die Mitarbeiter des Staatsbetriebes Sachsenforst und die Mitarbeiter der unteren Forstbehörde beim Landratsamt zur Verfügung.

 

Dr. Hertzog

Leiterin Umweltamt