Zwei neue Wachen und zusätzliche Fahrzeuge stärken Rettungsdienst im Landkreis

Bad Gottleuba-Berggießhübel, den 28.10.2021

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Datum:

27.10.2021

Nr.:

485

 

Zwei neue Wachen und zusätzliche Fahrzeuge stärken Rettungsdienst im Landkreis

 

Mit dem Beschluss des Kreistages am 11.10.2021 in Freital haben die Kreisräte den Startschuss für ein engmaschigeres Rettungsnetz im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge gegeben. Die Novellierung des Bereichsplanes für den Rettungsdienst wird die Leistungsfähigkeit der Rettungskräfte ab 2023 deutlich steigern. Dazu werden zwei neue Rettungswachen-Außenstellen aufgebaut und neun Einsatzfahrzeuge angeschafft.

 

„Das ist die größte Erhöhung des Fahrzeugbestandes seit mehr als 30 Jahren“, erklärt Landrat Michael Geisler. „Wir erhöhen die Zahl der Rettungswagen um 33 Prozent. Die neun neuen Einsatzfahrzeuge werden eine große Unterstützung für die Notfallsanitäter bei ihrer wichtigen Arbeit sein.“

 

Die neuen Rettungswagen werden für die Rettungswachen Freital, Heidenau, Pirna, sowie die Außenstellen Glashütte, Grumbach, Bad Gottleuba und Hohnstein beauftragt. Diese Standorte werden mit jeweils einem zusätzlichen Fahrzeug aufgerüstet. Zwei Neufahrzeuge erhält die bereits im Bau befindliche Außenstelle Pirna-Copitz. Damit können die Einsatzkräfte die Vorhaltezeit für Rettungswagen um 24 Prozent erhöhen. Geplant ist die Anschaffung der Fahrzeuge ab dem Januar 2023.

 

Landrat Geisler: „Bisher kam es regelmäßig vor, dass ein Rettungswagen aus einer Nachbarwache anfahren musste, wenn sich alle Einsatzfahrzeuge der zuständigen Rettungswache im Einsatz befanden. Das können wir mit der Neuanschaffung deutlich reduzieren. Die Zeiten für die Fahrt zum Einsatzort verkürzen sich damit spürbar. Das kommt den Patienten zugute und kann im Einzelfall Leben retten.“

 

Ein weiterer Baustein zur Verbesserung der Einsatzfähigkeit und der Hilfsfristen ist der Neubau zweier Rettungswachen. Durch den neuen Rettungswachenstandort in der Region Grumbach wird der Versorgungsbereich in Richtung Tharandt erweitert. Außerdem können sich die Rettungskräfte der Wachenbereiche Grumbach und Wilsdruff durch Überlappung ihrer Gebiete gegenseitig unterstützen, wenn eines der Fahrzeuge schon im Einsatz ist. Neben dem Neubau in Grumbach wird außerdem auch ein Standort im Bereich Hohnstein aufgebaut.

 

Insgesamt werden für die Maßnahmen in Abstimmung mit den Krankenkassen als Kostenträger in den kommenden Jahren jährlich etwa vier Millionen Euro zusätzlich aufgebracht.